(jwü) Hanstedt. Mitten in der malerischen Heideblüte, wo derzeit zahlreiche Besucher die Landschaft genießen, bot sich in dieser Woche auf dem Töps bei Hanstedt ein ungewohntes Bild. Die Züge der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Hanstedt rückten zu einer praxisnahen Großübung zur Vegetationsbrandbekämpfung aus. Im Fokus des Szenarios stand die effektive Bekämpfung eines ausgedehnten Heidebrandes unter realitätsnahen Bedingungen.
Das unwegsame Terrain und die trockene Vegetation erforderten präzise Abläufe. Besonderes Augenmerk wurde auf die Etablierung eines festen Ankerpunkts gelegt, wobei gesicherte oder bereits abgelöschte Zonen als optimaler Startpunkt dienten. So ließen sich die Brandflanken strukturiert aufrollen, ohne dass ein Übergreifen des Feuers in den eigenen Rücken drohte.
Zudem trainierten die Feuerwehrleute den zielgerichteten und ressourcenschonenden Umgang mit Löschwasser. Neben kompaktem D-Schlauchmaterial kam auch der Umgang mit Löschrucksäcken zum Tragen. Mit dieser Ausrüstung lassen sich Glutnester und Flammen im dichten Bewuchs auch abseits befestigter Wege schnell, hochmobil und mit minimalem Wasserverbrauch ersticken.
Parallel dazu bauten die Einheiten eine stabile Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke auf. Über teils mehrere hundert Meter verlegten die Kräfte Schlauchleitungen durch das Gelände und stimmten Zwischenpumpen aufeinander ab, um die kontinuierliche Wasserabgabe an der simulierten Brandkante zu sichern.
Am Ende der Übung zogen Einsatzleiter Florian Baden, stellvertretender Gemeindebrandmeister, sowie die beteiligten Zugführer ein durchweg positives Resümee. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Ortsfeuerwehren funktionierte reibungslos und Hand in Hand. Die gewonnenen Erkenntnisse und geschulten Handgriffe nehmen die Führungskräfte und Teilnehmer nun mit in ihre Wehren, um die Schlagkraft bei Vegetationsbränden in der gesamten Samtgemeinde weiter zu stärken.