Feuerwehr übt Vegetationsbrandbekämpfung auf dem Töps in Hanstedt

(jwü) Hanstedt. Mitten in der malerischen Heideblüte, wo derzeit zahlreiche Besucher die Landschaft genießen, bot sich in dieser Woche auf dem Töps bei Hanstedt ein ungewohntes Bild. Die Züge der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Hanstedt rückten zu einer praxisnahen Großübung zur Vegetationsbrandbekämpfung aus. Im Fokus des Szenarios stand die effektive Bekämpfung eines ausgedehnten Heidebrandes unter realitätsnahen Bedingungen.


Das unwegsame Terrain und die trockene Vegetation erforderten präzise Abläufe. Besonderes Augenmerk wurde auf die Etablierung eines festen Ankerpunkts gelegt, wobei gesicherte oder bereits abgelöschte Zonen als optimaler Startpunkt dienten. So ließen sich die Brandflanken strukturiert aufrollen, ohne dass ein Übergreifen des Feuers in den eigenen Rücken drohte.


Zudem trainierten die Feuerwehrleute den zielgerichteten und ressourcenschonenden Umgang mit Löschwasser. Neben kompaktem D-Schlauchmaterial kam auch der Umgang mit Löschrucksäcken zum Tragen. Mit dieser Ausrüstung lassen sich Glutnester und Flammen im dichten Bewuchs auch abseits befestigter Wege schnell, hochmobil und mit minimalem Wasserverbrauch ersticken.


Parallel dazu bauten die Einheiten eine stabile Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke auf. Über teils mehrere hundert Meter verlegten die Kräfte Schlauchleitungen durch das Gelände und stimmten Zwischenpumpen aufeinander ab, um die kontinuierliche Wasserabgabe an der simulierten Brandkante zu sichern.


Am Ende der Übung zogen Einsatzleiter Florian Baden, stellvertretender Gemeindebrandmeister, sowie die beteiligten Zugführer ein durchweg positives Resümee. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Ortsfeuerwehren funktionierte reibungslos und Hand in Hand. Die gewonnenen Erkenntnisse und geschulten Handgriffe nehmen die Führungskräfte und Teilnehmer nun mit in ihre Wehren, um die Schlagkraft bei Vegetationsbränden in der gesamten Samtgemeinde weiter zu stärken.

Vier neue Truppführer in der Feuerwehr Marxen

Wir freuen uns über vier neue Truppführer! Pia, Emelie, Nele und Stephan bestanden heute ihre Prüfung „QS3“ – herzlichen Glückwunsch!

Die Qualifikationsstufe 3 (QS3) ist die erste Führungsausbildung in der Freiwilligen Feuerwehr. Die Teilnehmer erlangen die erforderlichen Grundlagen und Kenntnisse zum Führen eines „Trupps“, also der kleinsten taktischen Einheit bei der Feuerwehr (2-3 Einsatzkräfte).

Alle vier sind seit vielen Jahren sehr aktive Mitglieder der Wehr und haben sich mit der nun abgelegten Prüfung bereit erklärt Führungsaufgaben in der Feuerwehr zu übernehmen – vielen Dank für euer Engagement!

Besonders erwähnenswert sind aber auch die ehrenamtlichen Ausbilder! Auch die Ausbilder sind zu 100% ehrenamtlich bereit den Teilnehmern über mehrere Wochen die notwendigen Fertigkeiten beizubringen – ein wirklich tolle und nicht zu unterschätzende Arbeit! Vielen Dank an alle Ausbilder für die wie immer tadellose Ausbildung in den vergangenen Wochen!

Zu Besuch bei „Christoph Hansa“

Viele Eindrücke und Erkenntnisse haben die Teilnehmer eines ganz besonderen Ausfluges mit nach Marxen gebracht: die Gruppe unternahm einen Ausflug zum Rettungshubschrauber „Christoph Hansa“ an seinem Stützpunkt am Klinikum Boberg.

Der Pilot und der Bordsanitäter nahmen sich viel Zeit und erklärten uns die Spezialfunktionen des Helis. Unter Anderem verfügt er über eine Seilwinde, mit der Patienten aus unwegsamen Gelände gerettet werden können.

Wir bedanken uns bei der Besatzung für die Gastfreundlichkeit und für die tollen Erklärungen!

Wie sich die Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt auf Vegetationsbrände vorbereiten

(jwü) Marxen (SG Hanstedt). Ein gänzlich anderes Bild als das gewohnte „Schläucherollen“ bot sich den Einsatzkräften der Samtgemeinde Hanstedt bei der jüngsten Zugübung in Marxen. Für die drei Züge der Samtgemeindefeuerwehr stand diesmal eine intensiv ausgearbeitete Stationsausbildung auf dem Plan. Im Fokus, das aktuelle und fordernde Thema der Vegetationsbrandbekämpfung.

Unter der fachkundigen Leitung von Fabian Putensen und Philipp Hakenes, die kürzlich eine Fortbildung zu Multiplikatoren in diesem Bereich absolviert haben wurden die Einsatzkräfte theoretisch wie praktisch auf den neuesten Stand der Einsatztaktik gebracht.

Was hat die Samtgemeinde Hanstedt im Ernstfall aufzubieten, wie wird es taktisch klug eingesetzt und welche neuen Erkenntnisse gibt es aus der Wissenschaft und Praxis? Diese zentralen Fragen wurden an den verschiedenen Stationen detailliert beantwortet.

Besonderes Augenmerk lag auf der Vorstellung der Fahrzeuge TLF (Tanklöschfahrzeug) Hanstedt und LF-KatS (Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz) Marxen. Beide Fahrzeuge verfügen über eine spezielle, auf die Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnittene Beladung, die den Kameradinnen und Kameraden umfassend erklärt wurde.

Im praktischen Teil der Ausbildung durften die Teilnehmer selbst Hand anlegen. Hier stand vor allem der Einsatz von D-Strahlrohren im Mittelpunkt. Die Vorteile dieser kompakteren Schlauch- und Rohrdimensionen liegen bei Wald- und Flächenbränden auf der Hand: Optimal für den Einsatz im dichten Unterholz oder unwegsamen Gelände. Kraftschonenderes Arbeiten für die Einsatzkräfte bei langen, schweißtreibenden Einsätzen. Geringerer Wasserverbrauch, ein entscheidender Faktor, wenn Löschwasser im Wald über weite Strecken herangeführt werden muss.

Jeder Teilnehmer hatte die Gelegenheit, das Handling in der Praxis ausgiebig zu testen. Flankiert wurde diese Praxiseinheit von einem fundierten Theorieblock, der den Brandschützern die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten und das dynamische Verhalten von Vegetationsbränden näherbrachte.

Am Ende der Ausbildung zog Gemeindebrandmeister Sebastian Seier ein durchweg positives Fazit. Die Samtgemeinde Hanstedt sieht sich für die Herausforderungen der kommenden Sommermonate bestens gerüstet.

„Unterm Strich sind wir hervorragend aufgestellt. Mit unseren drei TLF-Wald auf hochgeländegängigen Unimog-Fahrgestellen, dem LF-KatS und der gesamten weiteren Ausrüstung verfügt die Samtgemeinde über erstklassiges Material. Doch die beste Technik nützt nichts ohne die Menschen dahinter: Unser Personal ist top ausgebildet und weiß genau, wie dieses Material im Ernstfall hocheffektiv eingesetzt wird.“

Die Stationsausbildung in Marxen hat einmal mehr gezeigt, dass sich die Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt nicht auf dem Status quo ausruhen, sondern durch kontinuierliche Weiterbildung und moderne Taktiken Schritt mit den sich verändernden Einsatzbedingungen halten.

Erfolgreicher Sonntag für unsere Feuerwehr

Einen sehr erfolgreichen Sonntag durften jüngst die Mitglieder unserer Kindereuerwehr sowie unserer „Aktiven“ erleben: bei der Teilnahme am „Original Hanstedter Feuerwehrmarsch“ konnten die Gruppen allesamt vordere Plätze belegen:

Kinderfeuerwehr (insgesamt 30 Gruppen am Start):

  • Gruppe Marxen 1: Platz 1 und damit Gewinner des Wanderpokals
  • Gruppe Marxen 2: Platz 18

Aktive: Platz 17 von insgesamt 88 Gruppen

Wir bedanken uns bei der FF Hanstedt für den wiedereinmal hervorragend organisierten Feuerwehrmarsch! Wir kommen gerne wieder!

Einsatzübung am Jugendtreff

Bei unserem Monatsdienst Mai absolvierten wir eine Einsatzübung am Jugendtreff am Sportplatz. Angenommene Lage: Feuer im Jugendtreff – zwei vermisste Personen.

Unter Atemschutz wurde der Jugendtreff nach den „Opfern“ durchsucht. Die insgesamt vier Betroffenen, teils dargestellt durch unsere Jugendfeuerwehr, konnten schnell gefunden und im Außenbereich betreut werden. Wie bei solchen Szenarien üblich war auch unsere Nachbarwehr Brackel mit dabei, sodass die ohnehin gute Zusammenarbeit weiter verbessert werden konnte.

Wir sagen Danke an die Gemeinde Marxen, die uns die Örtlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Danke auch an die zahlreichen Teilnehmer aus den Wehren Marxen und Brackel für die Teilnahme und den reibungslosen Ablauf.

Bahnunfall in Marxen – Jugendlicher durch Stromschlag verletzt

(jwü) Marxen – Am Mittwochnachmittag wurden zahlreiche Rettungskräfte zu einem Vorfall an der Bahnstrecke in Marxen alarmiert. Gegen Nachmittag eilten die Freiwilligen Feuerwehren aus Marxen, Brackel, der Einsatzleitwagen (ELW) aus Hanstedt, der Rüstwagen der Feuerwehr Maschen und die Bahnfeuerwehr zur Einsatzstelle.


Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte befanden sich zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren im unmittelbaren Bereich der Bahngleise. Der 14-jährige Jugendliche erlitt nach ersten Erkenntnissen einen Stromschlag und zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu. Der 15-jährige Begleiter blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen schweren Schock.


Die Feuerwehr übernahm bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die medizinische Erstversorgung der beiden Betroffenen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde für den 14-jährigen ein Rettungshubschrauber angefordert, der den Patienten in eine Spezialklinik flog. Der zweite Jugendliche wurde ebenfalls rettungsdienstlich betreut.
Die Bahnstrecke wurde für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Zur genauen Unfallursache oder dem Hergang des Vorfalls kann die Feuerwehr keine Angaben machen