Tischtennis mit Atemschutz

Eine etwas außergewöhnliche aber effektive Eingewöhnungsübung hat sich unser Atemschutzgerätewart Jens Baumann ausgedacht: zwei unserer Atemschutzgeräteträger erhielten zunächst die notwendige jährliche Unterweisung und spielten anschließend eine Runde Tischtennis mit angelegtem Atemschutzgerät. Dadurch wurden die notwendige körperliche Belastung simuliert und die Bewegungsabläufe geübt. Der Ausgang des „Tennismatches“ ist nicht bekannt. Eine gute Figur machten aber beide Teilnehmer…

Text: F. Baden FF Marxen – Bild: J. Baumann FF Marxen

Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt auf dem “Heidehimmel“

Belastungsübungen am besonderen Ort
(jma) Nindorf/a.W. Auf dem Baumwipfelpfad bei Nindorf leisteten die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt ihre Belastungsübung ab. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Seier hatte die Übung geplant und zusammen mit dem Gemeindebrandmeister Arne Behrens durchgeführt. Die Atemschutzgeräteträger sind eine wichtige Säule für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren. Neben der medizinischen Eignung müssen die Feuerwehrleute ihre körperliche Belastungsfähigkeit mindestens einmal jährlich unter Atemschutz unter Beweis stellen. Ohne diesen Test dürfen sie unter Atemschutz keine Einsätze mehr durchführen. Aufgrund der Corona Pandemie konnten in den letzten Wochen diese Übungen nicht wie gewohnt in der Feuerwehr Technischen Zentrale durchgeführt werden. Dadurch ist eine kleine Anhäufung von fälligen Belastungsübungen entstanden. Die Feuerwehrdienstvorschrift ermöglicht eine alternative Übungsstrecke zu entwickeln und aufzubauen. Diese Alternative ist aufgegriffen und das Projekt in die Tat umgesetzt worden. Bei der Planung und Durchführung war ein striktes Hygienekonzept einzuhalten. So wurden die Wehren unter anderem zeitlich versetzt zum Übungsort geladen. Auf dem Baumwipfelpfad mussten jetzt die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ihre Fitness und körperliche Eignung unter Beweis stellen. Nach Anlegen der etwa 20 kg schweren Atemschutzgeräte ging es in die Strecke. Mit der Aufnahme eines C-Schlauches ging es los. Dann einen B-Schlauch ausrollen und wieder einrollen. Schließlich ging es 120 Stufen im Turm hinauf. Auf dem Pfad mussten beispielsweise ein mit Absperrband dargestelltes Hindernis kriechend bewältigt, mit dem Legen von Holzplatten einen Tretparcour bewältigt und ein 75 kg schwerer Dummy gezogen werden. Anschließend der Rückmarsch unter Atemschutz zum Ausgangspunkt. 41 Einsatzkräfte aus den Samtgemeindefeuerwehren konnten ihre Übung erfolgreich ablegen. Alle Teilnehmer und Organisatoren waren mit dem Verlauf sehr zufrieden. Auch der Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus nahm sich die Zeit um sich ein Bild von der Übung zu machen. Die Feuerwehren sowie der Samtgemeindebürgermeister sprachen ihren besonderen Dank an die Familie Tietz aus. Ihre Gastfreundlichkeit und auch die ihrer Mitarbeiter waren überwältigend. Ohne die Bereitschaft ihre Örtlichkeit zur Verfügung zu stellen, wäre eine solche Übung nicht möglich gewesen. Auch weiterhin freut sich der Wildpark Lüneburger Heide, mit dem Baumwipfelpfad, auf die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren.

Hohe Ehrung für Jürgen Mickel-Garbers

Ehrung für 80-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr

(fba) Marxen. Eine nicht alltägliche Ehrung durften jetzt Marxens Ortsbrandmeister Marc Borchers und sein Stellvertreter Peter Riecken übergeben: Jürgen Mickel-Garbers ist seit 80 Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Marxen! Die verdiente Ehrung hierfür sollte er eigentlich im Rahmen der Jahreshauptversammlung von Kreisbrandmeister Volker Bellmann erhalten. Da diese Versammlung jedoch coronabedingt abgesagt werden musste, stattete ihm das Marxener Ortsbrandmeisterduo einen Hausbesuch ab, um die Ehrung durchzuführen. Sichtlich gerührt übernahm der Geehrte die Urkunde sowie eine Anstecknadel. Ortsbrandmeister Borchers überbrachte die besten Wünsche aller Mitglieder der Marxener Wehr sowie der Kreis- und Samtgemeindefeuerwehr.

Mickel-Garbers trat 1941, also noch während des zweiten Weltkrieges, in die Freiwillige Feuerwehr Marxen ein. Der damals 16-Jährige übernahm in den Folgejahren viel Verantwortung. Er engagierte sich u.a. in der Wettkampfgruppe und war auch viele Jahre als Gruppenführer aktiv. In den 80 Mitgliedsjahren war er natürlich auch bei diversen Einsätzen mit dabei. In einigen Anekdoten berichtete er den Anwesenden von vielen Großbränden in Marxen und Umgebung, bei denen die Gerätschaften teilweise noch mit dem Trecker gezogen werden mussten. Mit seinem Sohn, seinem Enkel und inzwischen sogar seinem Urenkel sind nach ihm weitere drei Generationen seiner Familie Mitglied in der Marxener Wehr.

Jahresbilanz Freiwillige Feuerwehr Marxen

Corona beeinflusste Übungsdienste – Stabile Mitgliederzahl – HvO-Gruppe gegründet

(fba) Marxen. Auch bei der FF Marxen beeinflusste die Coronapandemie das vergangene Jahr. So musste u.a. ab März sämtlicher Übungsdienst eingestellt werden, die Kommandositzungen wurden teilweise als Onlinesitzungen abgehalten. Trotz dieser Widrigkeiten konnte Ortsbrandmeister Marc Borchers ein positives Jahresfazit ziehen: im Jahr 2020 konnte der Mitgliedsstand, auch, dank einiger Übertritte aus der eigenen Jugendfeuerwehr, um fünf Mitglieder auf aktuell 57 Aktive gesteigert werden. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich aktuell 25 Mädchen und Jungen. Die Kinderfeuerwehr freut sich über stolze 18 Mitglieder. Für die kommenden Jahre dürfte der Nachwuchs damit sichergestellt sein. Durch viel Ideenreichtum und Engagement konnten die Betreuer der Kinder- und der Jugendfeuerwehr diverse Onlineübungen anbieten.

Als weiteres positives Jahreshighlight kann die Gründung der Helfer-vor-Ort-Gruppe angesehen werden. Diese Gruppe wird bei jedem Notarzteinsatz im Ort mitalarmiert und kann durch die deutlich schnellere Eintreffzeit wichtige Ersthelfermaßnahmen einleiten. Die Gruppe wird komplett aus Spendengeldern des Fördervereins finanziert. Die rund 20-köpfige Gruppe wurde im Sommer in diversen Ausbildungsdiensten, natürlich unter Einhaltung aller Coronaregeln, umfassend auf den Dienst vorbereitet. Vier Mitglieder konnten zudem an einem Betriebssanitäterlehrgang teilnehmen. In den ersten fünf Monaten nach der Indienststellung im Oktober 2020 wurde die Wehr bereits sieben Mal zu diversen Einätzen gerufen.

Insgesamt war das Jahr 2020 einsatztechnisch ein durchschnittliches Jahr: die Wehr wurde zu insgesamt 20 Einsätzen gerufen. Diese schlüsselten sich in sieben Brandeinsätze, zehn technische Hilfeleistungen sowie drei HvO-Einsätze auf. Ganz besonders in Erinnerung bleiben dabei die beiden Feuer mit Menschenleben in Gefahr: bei einem Küchenbrand im April konnte ein Bewohner nahezu unverletzt aus der Brandwohnung befreit werden. Für eine 75-jährige Bewohnerin kam bei einem Großbrand in einem Marxener Mehrfamilienhaus im Dezember dagegen jede Hilfe zu spät. Dieser Großbrand zählte dabei zu den größten Feuerwehreinsätzen der letzten Jahre. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte aus zehn Freiwilligen Feuerwehren an dem Einsatz beteiligt.   

Aufgrund der Coronapandemie musste auch die Jahreshauptversammlung 2021 abgesagt werden. Die anstehenden Ehrungen werden jeweils bei den Geehrten zu Hause überreicht. Für langjährige Mitgliedschaft werden geehrt: Jürgen Mickel-Garbers (80 Jahre – siehe gesonderte Pressemitteilung), Gerhard Timm (70 Jahre), Horst Ernst (60 Jahre) sowie Marc Borchers, Klaus Beier, Volker Pfaffenbach und Dirk Hartig (40 Jahre). Jens Muhl und Arne Horstmann erhalten ihre Ehrennadeln für 25-jährige Mitgliedschaft. Die weiterhin anstehenden Beförderungen werden bis zu nächsten Gelegenheit verschoben und dann in angemessenem Rahmen durchgeführt.

OrtsBm-V Peter Riecken (li.) und OrtsBm Marc Borchers

Umkleideraum umgebaut

Nachdem wir im Jahr 2019 unsere neue Fahrzeughalle beziehen konnten, wurde nun auch unser Umkleideraum umgebaut: bereits im letzten Jahr wurde das ehemalige Ausfahrtstor gegen eine neue Eingangstür mit großen Glasflächen ersetzt. Dadurch können die Einsatzkräfte das Gebäude sicherer und schneller von der Vorderseite des Hauses aus betreten. In dieser Woche folgten dann neue Spinde. Insgesamt 52 Spinde wurden beschafft und umgehend aufgestellt. Durch die spezielle Anordnung der Spinde haben nun auch die weiblichen Feuerwehrkräfte ihren eigenen, blickgeschützten Bereich.

Wir bedanken uns bei der Samtgemeinde Hanstedt für diese beiden für uns sehr sinnvollen Investitionen!

JHV verschoben

Die Jahreshauptversammlungen der Feuerwehr und auch des Fördervereins müssen, aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen, auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Wir werden rechtzeitig einen neuen Termin bekannt geben.