(jwü) Marxen (SG Hanstedt). Ein gänzlich anderes Bild als das gewohnte „Schläucherollen“ bot sich den Einsatzkräften der Samtgemeinde Hanstedt bei der jüngsten Zugübung in Marxen. Für die drei Züge der Samtgemeindefeuerwehr stand diesmal eine intensiv ausgearbeitete Stationsausbildung auf dem Plan. Im Fokus, das aktuelle und fordernde Thema der Vegetationsbrandbekämpfung.
Unter der fachkundigen Leitung von Fabian Putensen und Philipp Hakenes, die kürzlich eine Fortbildung zu Multiplikatoren in diesem Bereich absolviert haben wurden die Einsatzkräfte theoretisch wie praktisch auf den neuesten Stand der Einsatztaktik gebracht.
Was hat die Samtgemeinde Hanstedt im Ernstfall aufzubieten, wie wird es taktisch klug eingesetzt und welche neuen Erkenntnisse gibt es aus der Wissenschaft und Praxis? Diese zentralen Fragen wurden an den verschiedenen Stationen detailliert beantwortet.
Besonderes Augenmerk lag auf der Vorstellung der Fahrzeuge TLF (Tanklöschfahrzeug) Hanstedt und LF-KatS (Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz) Marxen. Beide Fahrzeuge verfügen über eine spezielle, auf die Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnittene Beladung, die den Kameradinnen und Kameraden umfassend erklärt wurde.
Im praktischen Teil der Ausbildung durften die Teilnehmer selbst Hand anlegen. Hier stand vor allem der Einsatz von D-Strahlrohren im Mittelpunkt. Die Vorteile dieser kompakteren Schlauch- und Rohrdimensionen liegen bei Wald- und Flächenbränden auf der Hand: Optimal für den Einsatz im dichten Unterholz oder unwegsamen Gelände. Kraftschonenderes Arbeiten für die Einsatzkräfte bei langen, schweißtreibenden Einsätzen. Geringerer Wasserverbrauch, ein entscheidender Faktor, wenn Löschwasser im Wald über weite Strecken herangeführt werden muss.
Jeder Teilnehmer hatte die Gelegenheit, das Handling in der Praxis ausgiebig zu testen. Flankiert wurde diese Praxiseinheit von einem fundierten Theorieblock, der den Brandschützern die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten und das dynamische Verhalten von Vegetationsbränden näherbrachte.
Am Ende der Ausbildung zog Gemeindebrandmeister Sebastian Seier ein durchweg positives Fazit. Die Samtgemeinde Hanstedt sieht sich für die Herausforderungen der kommenden Sommermonate bestens gerüstet.
„Unterm Strich sind wir hervorragend aufgestellt. Mit unseren drei TLF-Wald auf hochgeländegängigen Unimog-Fahrgestellen, dem LF-KatS und der gesamten weiteren Ausrüstung verfügt die Samtgemeinde über erstklassiges Material. Doch die beste Technik nützt nichts ohne die Menschen dahinter: Unser Personal ist top ausgebildet und weiß genau, wie dieses Material im Ernstfall hocheffektiv eingesetzt wird.“
Die Stationsausbildung in Marxen hat einmal mehr gezeigt, dass sich die Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt nicht auf dem Status quo ausruhen, sondern durch kontinuierliche Weiterbildung und moderne Taktiken Schritt mit den sich verändernden Einsatzbedingungen halten.




