Bahnunfall in Marxen – Jugendlicher durch Stromschlag verletzt

(jwü) Marxen – Am Mittwochnachmittag wurden zahlreiche Rettungskräfte zu einem Vorfall an der Bahnstrecke in Marxen alarmiert. Gegen Nachmittag eilten die Freiwilligen Feuerwehren aus Marxen, Brackel, der Einsatzleitwagen (ELW) aus Hanstedt, der Rüstwagen der Feuerwehr Maschen und die Bahnfeuerwehr zur Einsatzstelle.


Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte befanden sich zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren im unmittelbaren Bereich der Bahngleise. Der 14-jährige Jugendliche erlitt nach ersten Erkenntnissen einen Stromschlag und zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu. Der 15-jährige Begleiter blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen schweren Schock.


Die Feuerwehr übernahm bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die medizinische Erstversorgung der beiden Betroffenen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde für den 14-jährigen ein Rettungshubschrauber angefordert, der den Patienten in eine Spezialklinik flog. Der zweite Jugendliche wurde ebenfalls rettungsdienstlich betreut.
Die Bahnstrecke wurde für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Zur genauen Unfallursache oder dem Hergang des Vorfalls kann die Feuerwehr keine Angaben machen

F3-Y – Alarmübung in Hanstedt

Vom Routinealarm zum Großeinsatz: 130 Retter üben am „Haus am Steinberg“

(jwü) HANSTEDT. Es begann mit dem vertrauten Piepen der Brandmeldeanlage (BMA) und endete in einem massiven Aufgebot an Rettungskräften. Am Samstagmittag wurde das DRKZentrum in Hanstedt zum Schauplatz einer der größten Einsatzübungen der letzten Zeit in der Samtgemeinde Hanstedt. Um Punkt 14:00 Uhr schrillten die ersten Melder. Der Einsatzauftrag für die Feuerwehren Hanstedt, Quarrendorf und Ollsen lautete zunächst: „Ausgelöste Brandmeldeanlage im DRKZentrum“. Was oft ein Fehlalarm ist, entpuppte sich bei der ersten Erkundung vor Ort als dramatisches Szenario. Da im ersten Obergeschoss des Seniorenzentrums tatsächlich ein Brand mit starker Rauchentwicklung festgestellt wurde, reagierte die Einsatzleitung sofort.

Einsatzleiter Oliver Lüttker, stellvertretender Gemeindebrandmeister, zögerte nicht und erhöhte die Alarmstufe massiv auf F3 Y (Feuer, Menschenleben in Gefahr). Sofort wurden weitere Kräfte aus Brackel, Nindorf, Marxen, Dierkshausen, Asendorf und Jesteburg sowie die Drehleiter aus Buchholz angefordert. Insgesamt eilten rund 130 Einsatzkräfte zum „Haus am Steinberg“. Die Lage im Gebäude war kritisch 16 Personen dargestellt durch Mimen und Statisten galten als vermisst. Von zwei Seiten drangen Trupps unter schwerem Atemschutz in den verrauchten Bereich vor. Mit zwei C-Rohren wurde das Feuer im 1. OG bekämpft. Die Rettung der Bewohner und Mitarbeiter erfolgte koordiniert – teilweise über die Treppenräume, teilweise über die im Außenbereich in Stellung gebrachten Drehleiter.

Für den Rettungsdienst bedeutete die Übung eine Belastungsprobe nach dem Konzept MANV 15 (Massenanfall von Verletzten). Die Sanitäter mussten die 16 Geretteten sichten, ihre Verletzungsschwere beurteilen und eine strukturierte Erstversorgung sicherstellen.

Ein technisches Highlight der Übung war der erstmalige Aufbau der Hygiene-Komponente Stufe 2. Um die Einsatzkräfte vor krebserregenden Brandrückständen an der Kleidung zu reinigen. Dieser neue Standard in der Einsatzstellenhygiene wurde unter den Augen der Beobachter erfolgreich getestet.

Besonders positiv bewerteten die Verantwortlichen das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure. Die Kooperation zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei verlief reibungslos. Solche Übungen in komplexen Objekten wie dem generationenübergreifenden Seniorenzentrum sind unerlässlich, um im Ernstfall, der oft eben mit einer einfachen Brandmeldeanlage beginnt, schnell und effektiv Leben zu retten.

Nächtlicher Großeinsatz in Asendorf

Nächtlicher Großeinsatz in Asendorf: Feuer in Hotel löst
Massenaufgebot aus


(jwü)ASENDORF – Zu einem dramatischen Brandeinsatz kam es am späten Abend
den 15.04.2026 in Asendorf. In einem Hotel in der Straße „Zum Auetal“ war im Kellerbereich ein Feuer ausgebrochen, das einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nach sich zog.


Um 22:54 Uhr wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren Asendorf, Dierkshausen
und Hanstedt alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Lage
aufgrund der starken Rauchentwicklung so kritisch, dass das Einsatzstichwort umgehend auf F3Y (Feuer, 3, Menschenleben in Gefahr) erhöht wurde. Dies löste die Nachalarmierung der Feuerwehren Brackel, Marxen und Quarrendorf aus.


Da der Fluchtweg durch das Treppenhaus teilweise verraucht war, mussten mehrere
Gäste des Hotels von den Einsatzkräften über Leitern aus dem ersten und zweiten
Obergeschoss gerettet werden. Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 67 Personen im Gebäude. Während ein Teil der Gäste das Hotel selbstständig verlassen konnte, wurde der Rest durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Aufgrund der hohen Anzahl potenziell Verletzter wurde rettungsdienstlich das Stichwort MANV 15 (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst. Nach einer ersten Sichtung vor Ort wurden 13 Personen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die restlichen Hotelgäste wurden vorläufig im Dorfgemeinschaftshaus Asendorf untergebracht. Parallel dazu wurde bereits an der Organisation von Ausweichhotels gearbeitet, um die weitere Unterbringung der Gäste sicherzustellen.


Die Einsatzleitung lag in den Händen von Gemeindebrandmeister Sebastian Seier.
Um die Brandbekämpfung im Keller und das Absuchen des Gebäudes nach vermissten Personen unter schwerem Atemschutz dauerhaft sicherzustellen sowie die notwendige Einsatzstellenhygiene zu gewährleisten, forderte Seier im weiteren Verlauf die Feuerwehren Jesteburg und Thieshope sowie die Abrollbehälter AB Atemschutz und AB Schlauch an. Insgesamt waren 160 Einsatzkräfte vor Ort, davon 40 unter Atemschutz.


Auch Vertreter der Verwaltung und der Kreisfeuerwehr waren vor Ort. Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus und Kreisbrandmeister Jörn Petersen machten sich persönlich ein Bild von der Lage und der komplexen Rettungsaktion. Trotz der massiven Herausforderungen und der hohen Anzahl an Betroffenen verlief der Einsatz hochprofessionell. Einsatzleiter Sebastian Seier lobte die Kooperation ausdrücklich: „Die Zusammenarbeit aller vor Ort befindlichen Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst war vorbildlich und griff reibungslos ineinander.“ Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar.