Fallbeispieltag der HvO Gruppe

Neben den regelmäßigen Ausbildungsdiensten absolvieren die Mitglieder der HvO Gruppe einmal im Jahr einen sogenannten Fallbeispieltag. An diesem Fallbeispieltag wird den ganzen Tag das Wissen und Können der Gruppe vertieft. Ein Team um Liane Buchardt von der Firma „Die Notfalltrainer“ aus Regesbostel hatte wieder diverse Fallbeispiele aus dem gesamten Einsatzspektrum vorbereitet. So galt es u.a. einen verunfallten Motorradfahrer zu reanimieren, eine akute Atemnot zu behandeln, eine angefahrene Person zu versorgen oder eine Unterzuckerung zu diagnostizieren. Auch das Thema „Reanimation von Kleinkindern“ stand auf dem Programm. Zahlreiche Theorieeinheiten rundeten den Tag ab. Alle Teilnehmer konnten wieder viel aus dem Tag mitnehmen.

Freiwillige Feuerwehren proben Ernstfall im Marxener Gemeindebüro

(fba) Marxen. Das ehemalige Marxener Gemeindebüro soll demnächst abgerissen und gegen einen Neubau ersetzt werden. Kurz vor den Abbrucharbeiten bekamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Asendorf, Brackel, Hanstedt und Marxen die Chance, in dem Haus den Ernstfall zu proben. In solchen Abbruchhäusern lassen sich Ernstfälle deutlich realistischer üben als in anderen Gebäuden, da keine Rücksicht auf eventuelle Gebäudeschäden genommen werden muss. In einem angenommenen Szenario brannte es im Erdgeschoss des Hauses und eine Person wurde vermisst. Mehrere Trupps mit umluftunabhängigem Atemschutzgerät gingen in das Gebäude vor, um die Person zu suchen. Dabei kamen auch erstmals sogenannte Atemschutz-Simulationsschilder zum Einsatz, die den Einsatzkräften die Sicht so verschlechtern, wie es in einem verrauchten Gebäude auch der Fall wäre. In einem zweiten Szenario wurde ein Brand mit vermisster Person auf dem Dachboden des Gebäudes simuliert. Dafür wurde der Dachraum mit einer Nebelmaschine verraucht, sodass die Einsatzkräfte mit „Nullsicht“ vorgehen mussten. Zum Abschluss der Übung konnten noch diverse Tür- und Fensteröffnungstechniken geübt werden. Marxens Ortsbrandmeister Marc Borchers brachte seinen Dank an die Gemeinde Marxen zum Ausdruck, die diese Übung in den Räumlichkeiten erst ermöglicht hatte. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Seier machte sich persönlich ein Bild von der Übung und zeigte sich am Ende beeindruckt von dem professionellen Vorgehen der eingesetzten Kräfte. Fazit am Ende des Abends: alle Teilnehmer konnten viele lehrreiche Dinge mitnehmen und das Gebäude ist nun endgültig reif für die Abrissbirne.

Text und Bild: F. Baden Pressestelle FF SG Hanstedt

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marxen

Ortsbrandmeister Marc Borchers wiedergewählt – Einsatzzahlen auf Rekordhoch

(fba) Marxen. Zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Marxen in der Fahrzeughalle der Wehr. Neben einer Vielzahl an Aktiven und Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung durfte Ortsbrandmeister Marc Borchers den Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus, den stellv. Abschnittsleiter Jonny Anders, den stellv. Gemeindebrandmeister Sebastian Seiter und den Vorsitzenden des Fördervereins Jürgen Tiedt sowie weitere Gäste begrüßen. Als wichtigster Tagesordnungspunkt stand die Wahl des Ortsbrandmeisters an. Amtsinhaber Marc Borchers stellte sich für eine dritte Amtszeit zur Verfügung und wurde von der Versammlung in geheimer Wahl wiedergewählt.

In seinem Jahresrückblick berichtete Borchers von einem Rekordjahr bei den Einsätzen. Die Wehr wurde 2022 zu insgesamt 66 Einsätzen gerufen. Diese schlüsselten sich in sechs Brandeinsätze, 46 technischen Hilfeleistungen und 14 Einsätze der Helfer-vor-Ort Gruppe auf. Insbesonders die Stürme im Februar forderten die Wehr über 20-mal. Weiterhin werden der Brand mehrerer PKWs in Brackel, ein Dachstuhlbrand in Asendorf sowie ein Brand in einer Marxener Gewerbehalle, ein Schornsteinbrand in Marxen sowie ein schwerer Verkehrsunfall zwischen Marxen und Ramelsloh in Erinnerung bleiben. Auch der Mitgliederstand ist auf einem weiterhin hohen Niveau: Stand 31.12.2022 engagierten sich 69 Mitglieder in der aktiven Wehr, elf Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung, 15 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr sowie 20 Kinder in der Kinderfeuerwehr. Somit hat die Wehr Marxen aktuell beachtliche 115 Mitglieder zu verzeichnen. In zahlreichen Übungsdiensten und Lehrgängen wurde der Ausbildungsstand weiter verbessert. Im Sommer veranstaltete die Wehr zum ersten Mal einen „Erste-Hilfe-Tag für Marxen“ und erhielt dafür viele positive Rückmeldungen.

Die Betreuer der Jugendfeuerwehr leisteten im vergangenen Jahr im Schnitt beachtliche 280 Stunden Jugendarbeit! Die Jugend konnte so wieder an vielen Veranstaltungen teilnehmen. Als „Highlight“ bezeichnete Jugendwartin Lara Prauß das Kreiszeltlager im Sommer in Stelle. Sie dankte allen Mitstreitern für ihre Unterstützung. Auch die Kinderfeuerwehr war wieder bei vielen Diensten und Veranstaltungen aktiv. Unter Anderem wurden die Kids spielerisch in „Erster-Hilfe am Kuscheltier“ geschult. „Wir sind immer wieder begeistert, was die Kids schon alles können!“, so die stellv. Kinderfeuerwehrwartin Janine Ramdohr.

Der stellvertretende Abschnittsleiter Jonny Anders überbrachte die Grüße aus der Kreisfeuerwehr und durfte anschließend teils hohe Ehrungen aussprechen: Ehrenortsbrandmeister Hans-Heinrich Henke erhielt die Ehrennadel für 60-jährige Mitgliedschaft. Horst Kröger ist seit 50 Jahren dabei, Kai Lothar Henning seit 25 Jahren.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Seier übertrachte die Grüße aus der Samtgemeindefeuerwehr und von Gemeindebrandmeister Arne Behrens. Er dankte allen Anwesenden für die geleistete Arbeit und hob dabei ganz besonders die Nachwuchsarbeit hervor: „Die Jugendarbeit hier in Marxen sucht ihresgleichen!“, so Seier. Im Anschluss an seine Worte durfte er zahlreiche Beförderungen aussprechen: Lara Prauß beförderte er zur Löschmeisterin. Marek Schnepel und Jonas Beutel sind nun Hauptfeuerwehrmänner, Janine Ramdohr Hauptfeuerwehrfrau. Gleich sechs Mal durfte er in den Dienstgrad Feuerwehrfrau befördern: diesen Dienstgrad haben nun Fenja Beecken, Emelie Buntrock, Lea Sophie Ravens, Pia Helena Ristau, Celina Stark und Leni Wedemann inne.

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen wurde Jonas Hinrichs in das neu geschaffene Amt des HvO-Beauftragten gewählt. Fenja Beecken wird ihm als Stellvertreterin zur Seite stehen. Jens Baumann wurde im Amt des Atemschutzgerätewartes bestätigt. Tim Böhmelt beerbt den scheidenden Gruppenführer Klaus Beier.

Bild 1: V.li.: SGBgm Olaf Muus, Al-v Jonny Anders, Ehrenortsbm Hans Heinrich Henke, Kai Lothar Hennig, Horst Kröger, Ortsbm Marc Borchers und Gbm-v Sebastian Seier
Bild 2: Die Beförderten mit SGBgm Olaf Muus (li.), Ortsbm Marc Borchers (2.v.re.) und Gbm-v Sebastian Seier (re.)

Bild 3: Soll sechs weitere Jahre Ortsbm bleiben: Marc Borchers

Fünf Feuerwehrleute aus Marxen bestehen „TM-1-Prüfung“

Frieda, Ann-Jolie, Luis, Sina und Angie haben jetzt ihre Ausbildung „Truppmann 1“ bestanden! Herzlichen Glückwunsch ihr fünf! Weiter so!

Hier der offizielle Bericht der Samtgemeindefeuerwehr:

31 neue Feuerwehrleute in der Samtgemeinde Hanstedt

Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestanden Prüfung „Truppmann 1“

(fba) Quarrendorf. Insgesamt 31 Teilnehmer der sogenannten „Truppmann 1 Ausbildung“ haben ihre Abschlussprüfung bestanden. In den vergangenen fünf Wochen wurden die Teilnehmer von ihren Ausbildern an drei Tagen in der Woche auf die Prüfung und vor allem auf das spätere „Feuerwehrleben“ vorbereitet. In der nun stattgefundenen Abschlussprüfung mussten sie ihre Praxisfähigkeiten beim Aufbau eines Löschangriffes unter Beweis stellen. Anschließend galt es, mündlich einige Fragen zu beantworten, bevor es dann in den abschließenden Theorietest ging. Kreisbrandmeister Volker Bellmann konnte am Ende allen Teilnehmer die freudige Nachricht überbringen: „Ihr habt alle bestanden – herzlichen Glückwunsch!“. Kreisausbildungsleiter Ralf vom Lehn berichtete, dass insgesamt 21x die Note „gut“ und zweimal sogar die Note „sehr gut“ erreicht werden konnte. Franziska Emser von der FF Sahrendorf-Schätzendorf bestand mit 14,25 von 15 möglichen Punkten als Jahrgangsbeste. Auch der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Seier beglückwünschte alle Teilnehmer zu dieser tollen Leistung: „Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, bei diesen Lehrgang mitzumachen!“, so Seier. Gemeindeausbildungsleiter Philip Juraschek dankte seinem kompletten Ausbilderteam für die, wie in jedem Jahr, gute Ausbildung. „Ein besonderer Dank geht auch an das Bewirtungsteam, die sich wieder um das leibliche Wohl gekümmert haben!“, ergänzte die stellvertretende Gemeindeausbildungsleiterin Svenja Reucher.

Text und Bild: FF SG Hanstedt

Groß angelegte Brandschutzübung in Marxener Gewerbegebiet

„Brandbekämpfungszug 2“ des Landkreises Harburg stellt Schlagkraft unter Beweis

(fba) Marxen/Landkreis Harburg. In den Hallen der Firma GfA-Dichtungen in Marxen fand kürzlich eine groß angelegte Brandschutzübung des Bereitschaftszuges „Brandbekämpfung 2“ des Landkreises Harburg statt. Dieser Zug besteht aus Fahrzeugen der Feuerwehren Heidenau, Welle, Holm, Wesel und Wenzendorf. Die insgesamt drei Brandbekämpfungszüge des Landkreises können bei größeren Brandereignissen nachalarmiert werden, um die örtlichen Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung zu unterstützen.

In der von Holms Ortsbrandmeister Nils Pralow und Marxens Ortsbrandmeister Marc Borchers ausgearbeiteten Übung wurde eine der Betriebshallen auf dem Gelände des kunststoffverarbeitenden Betriebes mit zwei Nebelmaschinen vernebelt. Weiterhin wurden fünf zu rettende Übungspuppen im Gebäude postiert.

Wie im Realfall rückte zunächst die Freiwillige Feuerwehr Marxen an und begann umgehend mit den Rettungs- und Löscharbeiten. Zunächst gingen dabei zwei Feuerwehrkräfte in die Halle vor, um die „Vermissten“ zu suchen und ins Freie zu bringen. Durch die starke Vernebelung und die ausgeschaltete Beleuchtung konnten die Einsatzkräfte in der Halle nur ein paar Zentimeter weit sehen. Der kurze Zeit später nachrückende Bereitschaftszug unterstützte die Marxener Kräfte bei der Suche nach den Puppen und leitete gleichzeitig zwei sogenannte Riegelstellungen zu den benachbarten Hallen ein. Bei einer Riegelstellung werden mehrere Strahlrohe so in Stellung gebracht, dass ein Übergreifen der Flammen auf ein nebenstehendes Gebäude oder weitere Gebäudeteile verhindert werden kann.

Nach rund einer Stunde konnten die Übungsleiter sowie der anwesende stellvertretende Gemeindebrandmeister der SG Hanstedt, Sebastian Seier, ein positives Fazit ziehen. Sowohl die Kommunikation als auch die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte funktionierten tadellos. Auch der Geschäftsführer der Firma GfA-Dichtungen, Lars Hagemeier, zeigte sich sehr beeindruckt von der Schlagkraft der Feuerwehr. Wir bedanken uns bei der Firma GfA-Dichtungen, dass wir diese Übung dort stattfinden lassen konnten!

Übung der Züge der Samtgemeindefeuerwehr Hanstedt

(fba) Marxen. Bei einer groß angelegten Übung haben die drei Sonderzüge der Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt einmal mehr ihre Schlagkraft unter Beweis gestellt. Bei dem von Marxens Ortsbrandmeisterduo Marc Borchers und Peter Riecken ausgearbeitetem Übungsszenario wurde zunächst ein brennendes Traktorgespann auf einem Stoppelfeld angenommen. Das Feuer drohte durch starke Winde auf ein angrenzendes und mit zahlreichen Häusern bebautes Waldgebiet überzugreifen. Die zuerst anrückende Wehr Marxen nahm die Brandbekämpfung am Traktor vor und unternahm erste Abriegelungsversuche Richtung Wald. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und ausreichend Löschwasser an der Einsatzstelle zu haben, wurden die drei Sonderzüge der Samtgemeindefeuerwehr hinzugezogen. Die beiden Wasserförderungszüge, bestehend aus den Wehren Asendorf, Dierkshausen, Thieshope, Quarrendorf, Nindorf, Undeloh, Ollsen und Sahrendorf-Schätzendorf, bauten dabei zunächst zwei voneinander unabhängige Wasserversorgungen über längere Wegstrecken auf. Zum einen wurde Wasser aus dem rund 700m entfernten Bach „Aue“ entnommen und zum anderen ein etwa 400m entfernter Hydrant angezapft. Der Waldbrandbekämpfungszug, bestehend aus den Wehren Hanstedt, Wesel, Marxen, Schierhorn und Evendorf, baute parallel dazu eine sogenannte Riegelstellung auf, um über eine breite Front die Flammenausbreitung zu verhindern. Bei einer Riegelstellung werden mehrere Strahlrohre, in diesem Fall 16 D-Strahlrohre, nebeneinander eingesetzt. Nachdem beide Wasserleitungen im Betrieb waren, konnte zusätzlich noch der Wasserwerfer des Hanstedter Tanklöschfahrzeugs eingesetzt und somit insgesamt ca. 2000l Wasser pro Minute abgegeben werden.

Gerade vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Trockenheit und den vermehrt vorkommenden Wald- und Flächenbränden zeigten sich sowohl Gemeindebrandmeister Arne Behrens und sein Stellvertreter Sebastian Seier als auch die Übungsleitung sehr zufrieden mit dem reibungslosen und zügigen Übungsablauf.