Vom Routinealarm zum Großeinsatz: 130 Retter üben am „Haus am Steinberg“
(jwü) HANSTEDT. Es begann mit dem vertrauten Piepen der Brandmeldeanlage (BMA) und endete in einem massiven Aufgebot an Rettungskräften. Am Samstagmittag wurde das DRKZentrum in Hanstedt zum Schauplatz einer der größten Einsatzübungen der letzten Zeit in der Samtgemeinde Hanstedt. Um Punkt 14:00 Uhr schrillten die ersten Melder. Der Einsatzauftrag für die Feuerwehren Hanstedt, Quarrendorf und Ollsen lautete zunächst: „Ausgelöste Brandmeldeanlage im DRKZentrum“. Was oft ein Fehlalarm ist, entpuppte sich bei der ersten Erkundung vor Ort als dramatisches Szenario. Da im ersten Obergeschoss des Seniorenzentrums tatsächlich ein Brand mit starker Rauchentwicklung festgestellt wurde, reagierte die Einsatzleitung sofort.
Einsatzleiter Oliver Lüttker, stellvertretender Gemeindebrandmeister, zögerte nicht und erhöhte die Alarmstufe massiv auf F3 Y (Feuer, Menschenleben in Gefahr). Sofort wurden weitere Kräfte aus Brackel, Nindorf, Marxen, Dierkshausen, Asendorf und Jesteburg sowie die Drehleiter aus Buchholz angefordert. Insgesamt eilten rund 130 Einsatzkräfte zum „Haus am Steinberg“. Die Lage im Gebäude war kritisch 16 Personen dargestellt durch Mimen und Statisten galten als vermisst. Von zwei Seiten drangen Trupps unter schwerem Atemschutz in den verrauchten Bereich vor. Mit zwei C-Rohren wurde das Feuer im 1. OG bekämpft. Die Rettung der Bewohner und Mitarbeiter erfolgte koordiniert – teilweise über die Treppenräume, teilweise über die im Außenbereich in Stellung gebrachten Drehleiter.
Für den Rettungsdienst bedeutete die Übung eine Belastungsprobe nach dem Konzept MANV 15 (Massenanfall von Verletzten). Die Sanitäter mussten die 16 Geretteten sichten, ihre Verletzungsschwere beurteilen und eine strukturierte Erstversorgung sicherstellen.
Ein technisches Highlight der Übung war der erstmalige Aufbau der Hygiene-Komponente Stufe 2. Um die Einsatzkräfte vor krebserregenden Brandrückständen an der Kleidung zu reinigen. Dieser neue Standard in der Einsatzstellenhygiene wurde unter den Augen der Beobachter erfolgreich getestet.
Besonders positiv bewerteten die Verantwortlichen das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure. Die Kooperation zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei verlief reibungslos. Solche Übungen in komplexen Objekten wie dem generationenübergreifenden Seniorenzentrum sind unerlässlich, um im Ernstfall, der oft eben mit einer einfachen Brandmeldeanlage beginnt, schnell und effektiv Leben zu retten.
Nächtlicher Großeinsatz in Asendorf: Feuer in Hotel löst
Massenaufgebot aus
(jwü)ASENDORF – Zu einem dramatischen Brandeinsatz kam es am späten Abend
den 15.04.2026 in Asendorf. In einem Hotel in der Straße „Zum Auetal“ war im Kellerbereich ein Feuer ausgebrochen, das einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nach sich zog.
Um 22:54 Uhr wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren Asendorf, Dierkshausen
und Hanstedt alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Lage
aufgrund der starken Rauchentwicklung so kritisch, dass das Einsatzstichwort umgehend auf F3Y (Feuer, 3, Menschenleben in Gefahr) erhöht wurde. Dies löste die Nachalarmierung der Feuerwehren Brackel, Marxen und Quarrendorf aus.
Da der Fluchtweg durch das Treppenhaus teilweise verraucht war, mussten mehrere
Gäste des Hotels von den Einsatzkräften über Leitern aus dem ersten und zweiten
Obergeschoss gerettet werden. Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 67 Personen im Gebäude. Während ein Teil der Gäste das Hotel selbstständig verlassen konnte, wurde der Rest durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Aufgrund der hohen Anzahl potenziell Verletzter wurde rettungsdienstlich das Stichwort MANV 15 (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst. Nach einer ersten Sichtung vor Ort wurden 13 Personen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die restlichen Hotelgäste wurden vorläufig im Dorfgemeinschaftshaus Asendorf untergebracht. Parallel dazu wurde bereits an der Organisation von Ausweichhotels gearbeitet, um die weitere Unterbringung der Gäste sicherzustellen.
Die Einsatzleitung lag in den Händen von Gemeindebrandmeister Sebastian Seier.
Um die Brandbekämpfung im Keller und das Absuchen des Gebäudes nach vermissten Personen unter schwerem Atemschutz dauerhaft sicherzustellen sowie die notwendige Einsatzstellenhygiene zu gewährleisten, forderte Seier im weiteren Verlauf die Feuerwehren Jesteburg und Thieshope sowie die Abrollbehälter AB Atemschutz und AB Schlauch an. Insgesamt waren 160 Einsatzkräfte vor Ort, davon 40 unter Atemschutz.
Auch Vertreter der Verwaltung und der Kreisfeuerwehr waren vor Ort. Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus und Kreisbrandmeister Jörn Petersen machten sich persönlich ein Bild von der Lage und der komplexen Rettungsaktion. Trotz der massiven Herausforderungen und der hohen Anzahl an Betroffenen verlief der Einsatz hochprofessionell. Einsatzleiter Sebastian Seier lobte die Kooperation ausdrücklich: „Die Zusammenarbeit aller vor Ort befindlichen Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst war vorbildlich und griff reibungslos ineinander.“ Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar.
Schnelles Eingreifen der Feuerwehr verhindert Ausbreitung
(fba) Marxen. Ein brennender PKW an einem Bauernhaus in der Marxener Hauptstraße löste am Donnerstagabend einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Gegen 17:30 Uhr kam ein Marxener Ehepaar von einer Tour mit ihrem John Deere Gator zurück nach Hause. Kurz nach dem Einparken bemerkte der 86-jährige Fahrer plötzlich Flammen unter seinem Gefährt aufsteigen. Geistesgegenwärtig half er seiner Frau aus dem Fahrzeug. Nach dem Alarmieren der Feuerwehr versuchte er noch, das brennende Fahrzeug mit einem Gabelstapler vom Gebäude wegzuziehen, musste dieses Vorhaben aber nach kurzer Zeit aufgeben, da die Hitze inzwischen zu groß geworden war. Die zunächst von der Rettungsleitstelle alarmierten Wehren aus Marxen und Brackel konnten bereits auf der Anfahrt eine schwarze Rauchsäule über dem Hof aufsteigen sehen, sodass Marxens stellvertretender Ortsbrandmeister Peter Riecken noch auf der Anfahrt das Stichwort auf F3 (Feuer groß) erhöhen ließ. Daraufhin wurden auch die Wehren Hanstedt und Ramelsloh und im weiteren Verlauf die Drehleiter der FF Buchholz zur Einsatzstelle beordert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Fahrzeug im Vollbrand. Das Feuer hatte bereits auf Teile der Dachkonstruktion des über 100 Jahre alten Hofes übergegriffen und erste Fensterscheiben des Gebäudes begannen zu platzen. Mit mehreren Strahlrohren wurde zunächst der Brand am Gebäude gelöscht und parallel die Brandbekämpfung am Fahrzeug eingeleitet. Weitere Einsatzkräfte gingen nach innen in das Gebäude vor, um dort nach weiteren Brandstellen zu suchen und diese abzulöschen. Insgesamt gingen 14 der knapp 90 ausgerückten Feuerwehrleute unter umluftabhängigem Atemschutzgerät vor, um sich vor dem Rauch zu schützen. Die Löscharbeiten zeigten schnell Erfolg, sodass nach rund einer halben Stunde zu den umfangreichen Nachlöscharbeiten übergegangen werden konnte. Dafür musste das Dach an einigen Stellen geöffnet werden. Das Ehepaar wurde vom ebenfalls nachalarmierten Rettungsdienst untersucht, musste aber nicht weiter behandelt werden. Die Polizei hat noch vor Ort mit der Ermittlung der Brandursache begonnen. Abschnittsleiter Sven Wolkau, sein Stellvertreter Jonny Anders, Gemeindebrandmeister Arne Behrens sowie sein Stellvertreter Sebastian Seier, der zwischenzeitlich die Einsatzleitung übernahm, machten sich vor Ort ein Bild von den Löscharbeiten. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das umsichtige Handeln des Ehepaares sowie der schnelle und beherzte Einsatz der Feuerwehr Schlimmeres verhinderte. Alle Bewohner konnten noch am Abend in ihre Wohnungen zurückkehren. Über die Brandursache kann keine Angabe gemacht werden.
Text und Bild: Pressestelle FF SG Hanstedt
(fba) Asendorf. Der Brand einer Lagerscheune in Asendorf erforderte in der Nacht zu Donnerstag den Einsatz der Feuerwehr. Gegen 2:50 Uhr bemerkten Nachbarn, dass Flammen aus der in Holzbauweise errichteten Scheune schlugen. Umgehend wählten sie den Notruf und weckten die Eigentümer der Scheune. Da es sich bei der Scheune um ehemalige Räumlichkeiten einer Tischlerei handelte und eine Brandausbreitung zu befürchten war, alarmierte die Leitstelle gleich sechs Freiwillige Feuerwehren aus Asendorf, Dierkshausen, Hanstedt, Marxen, Brackel und Quarrendorf zum Einsatzort in der Eichenstraße. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr stand die Fassade des hinteren Scheunenteils im Vollbrand. Umgehend ließ der einsatzleitende stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Seier einen Löschangriff von zwei Seiten vornehmen. Dabei gingen insgesamt sechs Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät vor und löschten den Brand mit zwei C-Rohren zügig ab. Bereits rund 30 Minuten nach der Alarmierung konnten die ersten Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Die Wehr Asendorf blieb noch einige Zeit für Nachlöscharbeiten und zur Nachkontrolle an der Einsatzstelle. Durch den raschen und intensiven Einsatz der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Die Polizei hat noch vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Text und Bild: Pressestelle FF SG Hanstedt