Heckenbrand durch Unkrautbrenner sorgt für Feuerwehreinsatz in Marxen

(jwü) Marxen. Am späten Samstagnachmittag (23.05.) wurden die Freiwillige Feuerwehr Marxen sowie das Tanklöschfahrzeug (TLF) der Feuerwehr Brackel gegen 17:44 Uhr zu einem Brand in die Straße „Im Appelgarten“ alarmiert. Dort war eine Hecke auf einer Länge von rund drei Metern in Brand geraten.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte der Eigentümer das Feuer bereits weitgehend selbst mit einem Gartenschlauch unter Kontrolle gebracht. Die Feuerwehr übernahm die restlichen Nachlöscharbeiten mithilfe eines sogenannten C-Schnellangriffs, um ein erneutes Aufflammen sicher zu verhindern.

Ursache für das Feuer war nach ersten Erkenntnissen die thermische Unkrautvernichtung: Der Eigentümer hatte versucht, Wildkraut mit einem Gasbrenner zu beseitigen, wobei die Flammen auf die trockene Hecke übersprangen.

Die Feuerwehr warnt: Finger weg vom Gasbrenner bei Trockenheit!

In diesem Zusammenhang richtet die Feuerwehr einen dringenden Appell an alle Gartenbesitzer: Die Nutzung von Gasbrennern zur Unkrautvernichtung ist extrem gefährlich und führt regelmäßig zu schweren Bränden.

Bereits ein kleiner Funke oder die bloße Hitzeausstrahlung reichen aus, um innerhalb weniger Sekunden eine ganze Hecke oder sogar angrenzende Gebäude in Brand zu stecken. Die Feuerwehr rät daher dringend von der Nutzung dieser Geräte ab und empfiehlt sichere, mechanische Alternativen (wie Jäten oder Bürsten). Falls doch mit Hitze gearbeitet wird, sollte zwingend immer ein funktionsbereites Löschmittel (wie ein angeschlossener Gartenschlauch) direkt bereitstehen.

Bahnunfall in Marxen – Jugendlicher durch Stromschlag verletzt

(jwü) Marxen – Am Mittwochnachmittag wurden zahlreiche Rettungskräfte zu einem Vorfall an der Bahnstrecke in Marxen alarmiert. Gegen Nachmittag eilten die Freiwilligen Feuerwehren aus Marxen, Brackel, der Einsatzleitwagen (ELW) aus Hanstedt, der Rüstwagen der Feuerwehr Maschen und die Bahnfeuerwehr zur Einsatzstelle.


Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte befanden sich zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren im unmittelbaren Bereich der Bahngleise. Der 14-jährige Jugendliche erlitt nach ersten Erkenntnissen einen Stromschlag und zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu. Der 15-jährige Begleiter blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen schweren Schock.


Die Feuerwehr übernahm bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die medizinische Erstversorgung der beiden Betroffenen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde für den 14-jährigen ein Rettungshubschrauber angefordert, der den Patienten in eine Spezialklinik flog. Der zweite Jugendliche wurde ebenfalls rettungsdienstlich betreut.
Die Bahnstrecke wurde für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Zur genauen Unfallursache oder dem Hergang des Vorfalls kann die Feuerwehr keine Angaben machen

F3-Y – Alarmübung in Hanstedt

Vom Routinealarm zum Großeinsatz: 130 Retter üben am „Haus am Steinberg“

(jwü) HANSTEDT. Es begann mit dem vertrauten Piepen der Brandmeldeanlage (BMA) und endete in einem massiven Aufgebot an Rettungskräften. Am Samstagmittag wurde das DRKZentrum in Hanstedt zum Schauplatz einer der größten Einsatzübungen der letzten Zeit in der Samtgemeinde Hanstedt. Um Punkt 14:00 Uhr schrillten die ersten Melder. Der Einsatzauftrag für die Feuerwehren Hanstedt, Quarrendorf und Ollsen lautete zunächst: „Ausgelöste Brandmeldeanlage im DRKZentrum“. Was oft ein Fehlalarm ist, entpuppte sich bei der ersten Erkundung vor Ort als dramatisches Szenario. Da im ersten Obergeschoss des Seniorenzentrums tatsächlich ein Brand mit starker Rauchentwicklung festgestellt wurde, reagierte die Einsatzleitung sofort.

Einsatzleiter Oliver Lüttker, stellvertretender Gemeindebrandmeister, zögerte nicht und erhöhte die Alarmstufe massiv auf F3 Y (Feuer, Menschenleben in Gefahr). Sofort wurden weitere Kräfte aus Brackel, Nindorf, Marxen, Dierkshausen, Asendorf und Jesteburg sowie die Drehleiter aus Buchholz angefordert. Insgesamt eilten rund 130 Einsatzkräfte zum „Haus am Steinberg“. Die Lage im Gebäude war kritisch 16 Personen dargestellt durch Mimen und Statisten galten als vermisst. Von zwei Seiten drangen Trupps unter schwerem Atemschutz in den verrauchten Bereich vor. Mit zwei C-Rohren wurde das Feuer im 1. OG bekämpft. Die Rettung der Bewohner und Mitarbeiter erfolgte koordiniert – teilweise über die Treppenräume, teilweise über die im Außenbereich in Stellung gebrachten Drehleiter.

Für den Rettungsdienst bedeutete die Übung eine Belastungsprobe nach dem Konzept MANV 15 (Massenanfall von Verletzten). Die Sanitäter mussten die 16 Geretteten sichten, ihre Verletzungsschwere beurteilen und eine strukturierte Erstversorgung sicherstellen.

Ein technisches Highlight der Übung war der erstmalige Aufbau der Hygiene-Komponente Stufe 2. Um die Einsatzkräfte vor krebserregenden Brandrückständen an der Kleidung zu reinigen. Dieser neue Standard in der Einsatzstellenhygiene wurde unter den Augen der Beobachter erfolgreich getestet.

Besonders positiv bewerteten die Verantwortlichen das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure. Die Kooperation zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei verlief reibungslos. Solche Übungen in komplexen Objekten wie dem generationenübergreifenden Seniorenzentrum sind unerlässlich, um im Ernstfall, der oft eben mit einer einfachen Brandmeldeanlage beginnt, schnell und effektiv Leben zu retten.