Ideenreiche Jugendfeuerwehr

Ob Knotenkunde mit Lakritzschnecken oder gemeinsames Kochen einer „Feuerwehrsuppe“ via Videokonferenz: unserer Jugendfeuerwehr scheinen die Ideen nicht auszugehen! Die Betreuer der Jugendfeuerwehr um Jugendwartin Lara Prauß hatten in den letzten Wochen einiges vorbereitet, um während der Coronapandemie den Kontakt zu den Jugendlichen zu halten. So wurde z.B. via Videokonferenz gemeinsam eine „Feuerwehrsuppe“ gekocht. In Überraschungspaketen lieferten die Betreuer den Jugendlichen die Zutaten direkt an die Haustür. In weiteren Paketen wurden dann Online-Dienstpläne, extra für die Jugendlichen gestaltete Buttons und Lakritzschnecken verteilt. Mit dem Lakritz wurden dann, ebenfalls via Videokonferenz, fleißig Knoten geübt.

Super Arbeit! Macht weiter so!

Hohe Ehrung für Jürgen Mickel-Garbers

Ehrung für 80-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr

(fba) Marxen. Eine nicht alltägliche Ehrung durften jetzt Marxens Ortsbrandmeister Marc Borchers und sein Stellvertreter Peter Riecken übergeben: Jürgen Mickel-Garbers ist seit 80 Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Marxen! Die verdiente Ehrung hierfür sollte er eigentlich im Rahmen der Jahreshauptversammlung von Kreisbrandmeister Volker Bellmann erhalten. Da diese Versammlung jedoch coronabedingt abgesagt werden musste, stattete ihm das Marxener Ortsbrandmeisterduo einen Hausbesuch ab, um die Ehrung durchzuführen. Sichtlich gerührt übernahm der Geehrte die Urkunde sowie eine Anstecknadel. Ortsbrandmeister Borchers überbrachte die besten Wünsche aller Mitglieder der Marxener Wehr sowie der Kreis- und Samtgemeindefeuerwehr.

Mickel-Garbers trat 1941, also noch während des zweiten Weltkrieges, in die Freiwillige Feuerwehr Marxen ein. Der damals 16-Jährige übernahm in den Folgejahren viel Verantwortung. Er engagierte sich u.a. in der Wettkampfgruppe und war auch viele Jahre als Gruppenführer aktiv. In den 80 Mitgliedsjahren war er natürlich auch bei diversen Einsätzen mit dabei. In einigen Anekdoten berichtete er den Anwesenden von vielen Großbränden in Marxen und Umgebung, bei denen die Gerätschaften teilweise noch mit dem Trecker gezogen werden mussten. Mit seinem Sohn, seinem Enkel und inzwischen sogar seinem Urenkel sind nach ihm weitere drei Generationen seiner Familie Mitglied in der Marxener Wehr.

Jahresbilanz Freiwillige Feuerwehr Marxen

Corona beeinflusste Übungsdienste – Stabile Mitgliederzahl – HvO-Gruppe gegründet

(fba) Marxen. Auch bei der FF Marxen beeinflusste die Coronapandemie das vergangene Jahr. So musste u.a. ab März sämtlicher Übungsdienst eingestellt werden, die Kommandositzungen wurden teilweise als Onlinesitzungen abgehalten. Trotz dieser Widrigkeiten konnte Ortsbrandmeister Marc Borchers ein positives Jahresfazit ziehen: im Jahr 2020 konnte der Mitgliedsstand, auch, dank einiger Übertritte aus der eigenen Jugendfeuerwehr, um fünf Mitglieder auf aktuell 57 Aktive gesteigert werden. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich aktuell 25 Mädchen und Jungen. Die Kinderfeuerwehr freut sich über stolze 18 Mitglieder. Für die kommenden Jahre dürfte der Nachwuchs damit sichergestellt sein. Durch viel Ideenreichtum und Engagement konnten die Betreuer der Kinder- und der Jugendfeuerwehr diverse Onlineübungen anbieten.

Als weiteres positives Jahreshighlight kann die Gründung der Helfer-vor-Ort-Gruppe angesehen werden. Diese Gruppe wird bei jedem Notarzteinsatz im Ort mitalarmiert und kann durch die deutlich schnellere Eintreffzeit wichtige Ersthelfermaßnahmen einleiten. Die Gruppe wird komplett aus Spendengeldern des Fördervereins finanziert. Die rund 20-köpfige Gruppe wurde im Sommer in diversen Ausbildungsdiensten, natürlich unter Einhaltung aller Coronaregeln, umfassend auf den Dienst vorbereitet. Vier Mitglieder konnten zudem an einem Betriebssanitäterlehrgang teilnehmen. In den ersten fünf Monaten nach der Indienststellung im Oktober 2020 wurde die Wehr bereits sieben Mal zu diversen Einätzen gerufen.

Insgesamt war das Jahr 2020 einsatztechnisch ein durchschnittliches Jahr: die Wehr wurde zu insgesamt 20 Einsätzen gerufen. Diese schlüsselten sich in sieben Brandeinsätze, zehn technische Hilfeleistungen sowie drei HvO-Einsätze auf. Ganz besonders in Erinnerung bleiben dabei die beiden Feuer mit Menschenleben in Gefahr: bei einem Küchenbrand im April konnte ein Bewohner nahezu unverletzt aus der Brandwohnung befreit werden. Für eine 75-jährige Bewohnerin kam bei einem Großbrand in einem Marxener Mehrfamilienhaus im Dezember dagegen jede Hilfe zu spät. Dieser Großbrand zählte dabei zu den größten Feuerwehreinsätzen der letzten Jahre. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte aus zehn Freiwilligen Feuerwehren an dem Einsatz beteiligt.   

Aufgrund der Coronapandemie musste auch die Jahreshauptversammlung 2021 abgesagt werden. Die anstehenden Ehrungen werden jeweils bei den Geehrten zu Hause überreicht. Für langjährige Mitgliedschaft werden geehrt: Jürgen Mickel-Garbers (80 Jahre – siehe gesonderte Pressemitteilung), Gerhard Timm (70 Jahre), Horst Ernst (60 Jahre) sowie Marc Borchers, Klaus Beier, Volker Pfaffenbach und Dirk Hartig (40 Jahre). Jens Muhl und Arne Horstmann erhalten ihre Ehrennadeln für 25-jährige Mitgliedschaft. Die weiterhin anstehenden Beförderungen werden bis zu nächsten Gelegenheit verschoben und dann in angemessenem Rahmen durchgeführt.

OrtsBm-V Peter Riecken (li.) und OrtsBm Marc Borchers

Fleißige Handwerker bei uns im Feuerwehrhaus!

Unsere erst vor kurzem zur Umkleide umgebaute ehemalige Fahrzeughalle hat jetzt einen komplett neuen Anstrich bekommen. Malermeister Bert Zander und einer seiner Gesellen lassen den Raum in neuem Glanz erstrahlen. Dabei führte er nicht nur gratis die Arbeiten aus, sondern spendete auch das gesamte Material! Der selbstständige Malermeister hatte bereits vor rund 30 Jahren große Teile der Malerarbeiten im damals neuen Feuerwehrhaus unentgeltlich ausgeführt. Lieber Bert: wir danken dir ganz herzlich für deine, mal wieder, vorbildliche Unterstützung!

F2 – Brennt Schornstein

Schornsteinbrand in Marxen löst Feuerwehreinsatz aus.

(fba) Marxen. Am späten Donnerstagabend mussten die Freiwilligen Feuerwehren aus Marxen, Brackel und Hanstedt zu einem Schornsteinbrand in Marxen ausrücken. Gegen 21:50 Uhr bemerkten die Bewohner des Hauses in der Straße „Moorburg“, dass Funken aus dem Schornstein schlugen, woraufhin sie umgehend den Notruf wählten. Innerhalb weniger Minuten waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Insgesamt vier der ausgerückten Feuerwehrleute gingen mit Atemschutzgerät in das Gebäude vor. Mit einer Wärmebildkamera wurde die Oberflächentemperatur des Schornsteins gemessen. Nachdem diese Messung keine ungewöhnlich hohen Temperaturen ergab, konnte ein Schornsteinfeger den Schornstein kehren und die glühende Asche durch die Revisionsöffnung entfernt werden. Abschließend wurde der Schornstein auf eventuelle Risse untersucht. Nach rund 45 Minuten konnte die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben werden und die Feuerwehr wieder einrücken. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Sachschaden blieb gering.

Text und Bild: Pressestelle FF SG Hanstedt